Marcussen-Orgel

  

Barocke Klangkultur 

 
Die Marcussen-Orgel verbindet historische Klangästhetik mit präziser Handwerkskunst. Ihr klarer, transparenter Klang macht sie zum idealen Instrument für die Musik des Barock und der frühen Klassik.
  
Die optimale Interpretation der Orgelmusik des Barocks, insbesondere der Werke von Johann Sebastian Bach steht seit ihrer Wiederentdeckung in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zentrum der Bemühungen von Organisten und Orgelbauern.
 
Zunächst hat man Bachs Musik an die romantischen Orgeln angepasst und romantisierend gespielt. Ab 1925 versuchte die als Orgelbewegung bekannte Strömung näher an den Originalklang zu kommen und ging dabei aber auch folgenschwere Um- und Abwege, indem romantische Orgeln abgerissen oder stark umgebaut wurden. Unsere Steinmeyer-Orgel ist davon nur in geringem, reversiblem Umfang betroffen gewesen.
 
Orgeln Christuskirche Mannheim
 
Ab den 70er Jahren setzte sich zudem die Tendenz durch, weniger Universalinstrumente und mehr stilistisch profilierte Instrumente zu bauen. So konnte im Mai 1988 auf der Südempore eine vollmechanische Orgel der dänischen Firma Marcussen mit 2 Manualen, 31 Registern und 2365 Pfeifen eingeweiht werden, die wesentlich durch Spenden finanziert wurde. Hier hat unser Förderkreis Christuskirche Mannheim klingt e. V. seine Wurzeln.
 
Orgelbauer: Marcussen & Søn, Aabenraa (Dänemark)
Einweihung: 8. Mai 1988
  
  
  
CD-Aufnahmen
UNIVERSUM BACH Einfluß und Auswirkung.
Orgelwerke von Bach (Passacaglia, Toccata in d – vor- und rückwärts, Triosonate Es) Buxtehude, Clerambault und Krebs.
Christopherus CHE 0112-2

Ich rühm dich Heidelberg
Musik der Renaissance am Kurpfälzischen Hof I Ciarlatani – Orgelmusik von Arnolt Schlick (Johannes Michel)
Christopherus 77184, 1996


in Vorbereitung:

GEHEIMNIS BACH (Doppel CD)
Johannes Michel spielt einen Querschnitt aus Johann Sebastian Bachs ebenso faszinierendem wie geheimnisumwobenem Schaffen für sein Instrument.
Disposition
Marcussen-Orgel der Südempore
31 Register - 2.365 Pfeifen - Erbaut 1988
mechanische Schleifladen, ungleichschwebende Temperatur, 440 Hz
Manual C-g’’’, Pedal C-f’

Hauptwerk (I)
Bordun 16’
Prinzipal 8’
Rohrflöte 8’
Oktave 4’
Spitzflöte 4’
Quinte 2 2/3’
Suzperoktav 2’
Mixtur 5-6fach
Zimbel 3fach
Cornet 5fach (ab f)
Trompete 8’
Vox Humana 8’
Tremulant

Oberwerk (II)
Gedackt 8’
Quintatön 8’
Traversflöte 8’
Prinzipal 4’
Rohrflöte 4’
Waldflöte 2’
Sifflöte 1 1/3’
Sesquialtera 2-3fach
Scharff 3-4fach
Krummhorn 16’
Dulzian 8’
Tremulant

Pedal
Subbaß 16’
Oktav 8’
Flöte 8’
Oktav 4’
Hintersatz 4fach
Posaune 16’
Trompete 8’
Trompete 4’

Koppeln II-I, I-P, II-P
Plenozüge für II, I und Pedal
 
 
  

Weitere Orgeln im Überblick

  
Steinmeyer
Die Steinmeyer-Orgel von 1911 zählt zu den bedeutendsten Konzertorgeln Deutschlands und prägt mit ihrem monumentalen Klang die Christuskirche bis heute.
  
Gruber-Orgel
Die Truhenorgel ergänzt die Kirchenmusik flexibel bei Konzerten, Kantaten und Kammermusik mit einem präzisen und intimen Klangbild.