Mit über 100 Konzerten und musikalischen Gottesdiensten im Jahr, elf Chören und drei außergewöhnlichen Orgeln bietet sie ein vielfältiges Programm für Musikbegeisterte, Konzertbesucher und Menschen, die selbst musizieren möchten.
Kirchenmusik mit Tradition und Vielfalt
Die Kirchenmusik an der Christuskirche Mannheim verbindet künstlerischen Anspruch, gelebte Gemeinschaft und geistliche Inspiration. Rund 100 Konzerte und musikalische Gottesdienste im Jahr laden dazu ein, Musik in besonderer Atmosphäre zu erleben – oder selbst mitzuwirken.
In elf Chören finden Kinder, Jugendliche und Erwachsene Raum zum gemeinsamen Musizieren. Ergänzt wird das Angebot durch die drei Orgeln der Christuskirche, die Gottesdienste, Konzerte und musikalische Projekte prägen.
Das Programm reicht von Kantatengottesdiensten, Oratorien und Chorkonzerten bis zu Orgelkonzerten, ORGEL:PUNKT:SECHS, dem Orgeltag sowie den Weihnachts- und Silvesterkonzerten.
Ein Ort für Kirchenmusik in Mannheim
Die Christuskirche bietet mit ihrer besonderen Akustik und Atmosphäre ideale Voraussetzungen für Kirchenmusik und Konzerte. Regelmäßig gastieren hier Ensembles, Solistinnen und Solisten sowie musikalische Partner aus Mannheim und darüber hinaus.
Musik, die verbindet
Kirchenmusik öffnet Räume für Begegnung, Besinnung und gemeinsames Erleben. Sie verbindet Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe – im Zuhören ebenso wie im eigenen Musizieren.
Zur Geschichte der Kirchenmusik
an der Christuskirche Mannheim –
Mehr als ein Jahrhundert Kirchenmusik
Seit der Einweihung der Christuskirche im Jahr 1911 prägen engagierte Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, bedeutende Chöre und außergewöhnliche Orgeln das musikalische Leben der Gemeinde. Die Geschichte der Kirchenmusik ist zugleich die Geschichte einer lebendigen Konzerttradition in Mannheim.
Die Anfänge: Arno Landmann und die Steinmeyer-Orgel
Schon bei der Einweihung der Christuskirche am 1. Oktober 1911 spielte Arno Landmann die neue Steinmeyer-Orgel. Als Schüler von Karl Straube und Max Reger wurde er erster hauptamtlicher Kirchenmusiker Badens und legte den Grundstein für die bis heute lebendige Kirchenmusik an der Christuskirche.
1914 gründete er den Bachchor und etablierte eine Konzertreihe, die bis 1942 auf 334 Konzerte anwuchs. Aufführungen großer Werke von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms machten die Christuskirche früh zu einem wichtigen Ort kirchenmusikalischen Lebens. Heute zählt der Bachchor zu den traditionsreichsten Oratorienchören der Region und prägt das musikalische Profil der Christuskirche bis heute.
Kirchenmusik in Kriegs- und Nachkriegszeit
Die Kriegsjahre hinterließen auch an der Christuskirche ihre Spuren. Unter Kantor Dr. Oskar Deffner konnte die musikalische Arbeit dennoch fortgeführt werden. In dieser Zeit veränderten Umbauten die Steinmeyer-Orgel, zugleich blieb das Instrument in seiner Substanz erhalten.
Ausbau von Chorarbeit und Konzertleben
Heinz Markus Göttsche entwickelte insbesondere die Chorarbeit weiter und setzte wichtige Akzente mit Werken von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach. Chorreisen und Schallplattenaufnahmen machten die Arbeit über Mannheim hinaus bekannt.
Mit Hermann Schäffer begann eine neue Phase der Kirchenmusik. 1976 gründete er den Kammerchor Mannheim, der sich insbesondere mit anspruchsvoller A-cappella-Literatur und Chormusik des 20. Jahrhunderts profilierte. Später übernahm Schäffer das Landeskantorat Nordbaden und setzte sich früh für den Erhalt der historischen Steinmeyer-Orgel ein.
Unter seiner Leitung wurde das Instrument umfassend überarbeitet und wieder näher an seinen ursprünglichen Klang herangeführt.
Gleichzeitig entwickelte sich eine bis heute gepflegte Tradition der Erst- und Uraufführungen. Werke von Komponisten wie Oskar Gottlieb Blarr, Samuel Adler, Benjamin Helmer und Johannes Matthias Michel wurden an der Christuskirche erstmals aufgeführt und bereichern das Repertoire der Kirchenmusik bis heute.
Erneuerung und Weiterentwicklung seit 1999
Seit 1999 prägt Johannes Michel die Kirchenmusik an der Christuskirche Mannheim. Nachdem im Jahr 2016 die Assistentenstellen des Landeskantorats in feste Positionen umgewandelt wurden, konnte die Chorarbeit kontinuierlich erweitert werden: Mit der Gründung der Kantorei im Jahr 2015, dem Aufbau und Ausbau der Kinderchorarbeit sowie der Gründung des Jugendchors entstanden neue Angebote für Menschen aller Generationen. Durch die Fusion mit der Friedensgemeinde kamen die dortigen Kinderchöre zur Christuskirche. Gemeinsam mit dem Ausbau der Kinderchorarbeit entstanden so neue Perspektiven für die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Die Steinmeyer-Orgel für die Zukunft bewahren
Von 2016 bis 2018 wurde die Steinmeyer-Orgel umfassend generalsaniert. Die erforderlichen Mittel von rund 900.000 Euro konnten durch Spenden aufgebracht werden. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei die Stiftung Christuskirche – Kirche Christi.
Tradition mit Zukunft
Heute verbindet die Kirchenmusik an der Christuskirche Mannheim ihre lange Geschichte mit einem vielfältigen musikalischen Angebot. Chöre, Orgeln, Konzerte und Gottesdienste prägen das kulturelle und geistliche Leben der Gemeinde und führen eine über hundertjährige Tradition fort.
Die Assistentinnen und Assistenten
der Landeskantoren Schäffer und Michel bis 2021
Gudrun Bechtel 1982 – 1984
Viola Heise 1982 – 1983
Johannes Schlage 1984 – 1985
Uwe Schüssler 1986 – 1987
Michael Bender 1987 – 1988
Candida Schick 1989 – 1990
Sönke Wittnebel 1990 – 1992
Christian Pfeifer 1992 – 1993
Christian Mause 1993 – 1995
Andreas Petersen 1995 – 2000
Heike Ittmann 2000 – 2002
Markus Manderscheid 2003 – 2005
Sascha Heberling 2005 – 2007
Michael Kremzow 2007 – 2009
Nicola Bergelt 2009 – 2011
Elisabeth Göbel 2011–2013
Eun-Hee Hwang 2013
Johannes Kruse 2013 – 2014
Anna Linß 2014 – 2017
Carmenio Ferrulli 2017 – 2021
Unsere Gastorganistinnen
und Gastorganisten
Kurt Hermann Utz / Alfred Schäufler / Franz Xaver Dressler / Hans Friedrich Micheelsen / Willy Hardmeyer / Ernst-Ulrich von Kameke / Karl Kohlmeyer / Dieter Kreutz / Rolf Schweizer / Klaus Uwe Ludwig / Karl Hochreiter / Karl Richter / Wolfgang Dallmann / Walter Kraft / Hans Schmidt-Mannheim / Herbert Haag / Odile Pierre / Ewald Kooimann / Jon Laukvik / Marggreeth de Jong / Gunter Kennel / Martin Lücker / Lionell Rogg / Barbara Dennerlein / Angelo Turriziani / Lih-Ching Lin-Jamrosche / Felix Gubser / Johann T. Lemckert / Hans-Martin Kiefer / Matthias Ank / Ryoko Okano / Gerhard Koch / Gero Albert / Wolfgang Stockmeier / John M. Fussell / Ludwig Doerr / Christoph Bossert / Almut Rößler / Jürgen Benkö / Christiane Michel-Ostertun / Elke Völker / Ruth Zechlin / Wolfgang Baumgratz / Martin Sander / Christoph Anselm Noll / Ludger Lohmann / Axel Berchem / Helmut Binder / Stefan Engels / Zsigmond Szathmáry / Arvid Gast / Markus Eichenlaub / Jonathan Oldengarm / Hans-Günter Wauer / Friedrich Kircheis / Marie-Elisabeth Kummer / Matthias Eisenberg / Ann-Kathrin und Manuel Gera / David Timm / Lukas Stollhof / Daniel Roth / Iveta Apkalna / Simon Reichert / Johannes Gebhardt / Carsten Klomp / Olivier Latry / Christian Barthen / Johannes Unger / Roman Emilius / Dan Zerfaß / Wolfgang Seifen / Willibald Guggenmoos / Christoph Bull / Theo Brandmüller / Samuel Kummer / Carsten Wiebusch / Christoph Schoener / Els Biesemans / Bernhard Buttmann / Ennio Cominetti / Jihoon Song / Ioanna Solomonodou / Guy Bovet / Anna-Victoria Baltrusch / Johannes Geffert / Yihua Li / Daniele Dori / Balázs Szabó / Andreas Jetter / Simon Johnson / Thomas Ospital / Martin Ehrhard / Roland Maria Stangier / Dennis Knof / Sebastian Scheuermann / Jan Skowron / Matthias Berges / Katharina Linn / Jürgen Banholzer / Alexander Niehues / Beate Rux-Voss / Christian Drengk / Matthias Maierhofer / Reiner Schulte / Sebastian Osswald / Juan Federico Sanchez-Alvarez / Kai Schreiber / Martin Fitzer / Paul Tarling / Johannes Friederich / Samuel Cho / Andreas Fauß / Martin Heini / Michael Müller / Detlev Helmer / Joachim Weller / Lars Schwarze / Lisbeth Amberger / Christian Schaefer / Alexander Levental / Marcus Strümpe / Lukas Henke / Otto M. Krämer / Charlotte Vitek / Torsten Wille / Daniel Beckmann / Maria Mokhova / Jens Wollenschläger / Ruben Sturm / Stefan Viegelahn / Kerstin Petersen / Konstantin Volostnov / Christian Barthen / Andrea Pedrazzini / Martin Kondziella / Tobias Frank / Lukas Euler / Holger Gehring / Marc Fitze / Michael Schönheit / Markus Uhl / Gregor Früh / Jürgen Essl
Für 2026 eingeladen sind außerdem:
Georg Schäfer / Andreas Liebig / Christian Bischof / André Simanowski / Johannes Lang / Thilo Muster / Andrea Manke / Anne Horsch / Severin Zöhrer / Federico Terzi

